N54: Steinschloss Doppelflinte um 1770, aptiert auf Perkussion um 1835,
Signiert: DE BROD NEUCHATEL
Gesamtlänge 137 cm
Lauflänge 98,5 cm
Cal. 15,3 mm
Exkurs: Diese vormalige Steinschloss Doppelflinte besticht durch die wirklich gute Erhaltung trotz aller Wirren der vergangenen Zeiten bis Heute.
Der ursprüngliche Besitzer ist wahrscheinlich Linksschütze gewesen. Behufs dessen ließ er sich auf der rechten Backenseite ein Samtpolster auflegen. Dieses wurde wahrscheinlich im Zuge der Modernisierung – sprich Umbau auf die jetzt sichtbare Perkussionszündung – entfernt. Die vorherige Befestigung dieses in der Gebrauchszeit üblichen Polsters mittels Silbernägel und die daraus resultierenden Nagellöcher wurden seinerzeit durch Schellack verschlossen. Die Aptierung geschah vom Büchsenmacher - durchaus geschmackvoll, ohne weitreichende Änderungen des zarten Gesamteindruckes oder grober Verletzung der Goldranken an der Laufwurzel.
Die zarten Schnitzereien „A la Mode“ sind nicht verputzt oder nachgearbeitet.
Die Schlösser signiert „DE BROD NEUCHATEL“ sind schlicht und mechanisch perfekt. Die Stahlbeschläge, zart im Stil der Entstehungszeit graviert, sind nicht überarbeitet oder poliert worden. Original-Finish.
Das kantige Damastlaufbündel hat im 1.Drittel leichte Kanelluren, sowie an der Wurzel sehr gut erhaltene Gold-Auflagen mit Girlanden und Blütendekor.
Die Mündung und das Korn sind gleichfalls mit Gold-Inkrustierungen unterlegt. Die noch immer sichtbare Bräunierung ist wahrscheinlich aus der Zeit der Aptierung im 19 Jhdt. Der Putzstock ist eine spätere Ergänzung.
In Österreich ist dieses Stück frei erwerbbar, da vor 1870.
Privatverkauf, keine Garantie oder Rücknahme. Der Versand nach erfolgter Überweisung wie immer in maßgefertigter Holzkiste.
Literatur:
Heer, Dynastie "De Brod" in Neuchatel nachweisbar von 1680 - 1850
Text: A v Lanso
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