Schweren Herzens muss ich nun meine wohl seltendste SSW verkaufen...
Verkauft wird eine HS Modell 5 A "G" mit der PTB 100-69 von 1970.
Lange Zeit war dieser ein echter Geheimtipp unter den SSW-Sammlern. Dann gab es wohl ein (inzwischen gelöschtes?) Youtube-Video, dass es der breiten Öffentlichkeit vorgestellt hat, also gibt es wohl keinen Grund mehr für die Geheimniskrämerei.
Als kurzen Exkurs:
HS brachte diese Variation des Modell 5 erstmalig 1969 heraus. Es handelt sich um eine äußerst handliche Taschenpistole im Kaliber 8mmK, welches von einem scharfen Schwestermodell in 6,35mm Browning, auch bekannt als .25ACP, desselben Herstellers abstammt.
Die wohl größte Besonderheit dieses Modells liegt im Vollstahllauf mit einer, praktisch, nicht existenten Laufsperre in Form von zwei kleinen Stäben links und rechts am Laufende. In einer, heute wie auch damals, wahnsinnigen Entscheidung hat die PTB das Modell, so wie es ist, zugelassen. Nachdem es zu einer Reihe von illegalen Konvertierungen kam, hat die PTB beschlossen die Zulassung nicht zu verlängern. Alle darauffolgenden Modelle hatten eine "normale" Laufsperre.
Diese Variation der HS Mod. 5 A "G" gab es nur, in kleiner Stückzahl, von 1969 bis 1971. Die letzte Charge rollte also vor 55 Jahren vom Fließband und seitdem gab und gibt es auch keine vergleichbare Konstruktion bei einer Gas-/Schreckschuss-Selbstladepistole.
Ich lehne mich sicherlich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich sage, dass diese Waffe nicht nur einen reinen Sammlerwert hat, sondern auch von historischer Relevanz ist. Sie hat der PTB aufgezeigt, was ihre Aufgabe ist und wo gewisse Grenzen einfach überschritten wurden.
Auf einem Bild zeige ich, dass der Lauf und der Verschluss dieselbe Seriennummer haben. Damit will ich deutlich machen, dass beiden auch ab Werk zusammen gehören. Ich habe nämlich von Fällen gehört, in denen der Verschluss einer HS Mod. 5 A "G" mit der PTB 100-69 von 69-71 auf ein x-beliebiges Nachfolgemodell angebracht wurde, um den Preis zu erhöhen.
Anzumerken ist auch die vierstellige Seriennummer.
Ein weiterer positiver Punkt ist, dass das Modell bisauf den Rahmen identisch zu anderen HS Mod. 5 Arten, welche es ja zuhauf für einen schmalen Taler gibt gibt, identisch ist. Ersatzteile gibt es also zuhauf, solte man welche brauchen.
Was negativ ist, und so ehrlich muss ich sein, das Modell repetiert nicht mit moderner 450 Bar 8mmK Munition. Dafür ist der Lauf viel zu frei, es baut sich bei Weitem nicht genug Staudruck auf. Man benötigt also die alte 600 Bar Munition. Wenn man alte 600 Bar Pfefferpatronen hat, hat man damit auch eine exzellente Selbstverteidigungswaffe; sie passt in jede Hosentasche, ist leicht, simpel in der Konstruktion und jedes noch so kleine Pfefferkörnchen kommt vorne raus.
Viele Jahre war es in meinem Besitz und wenn es nach mir ginge, würde sie auch dort bleiben. Aber Geldnöte zwingen mich mehr oder weniger meine Sammlung aufzulösen.
Da es sich um einen Privatverkauf handelt, schließe ich jegliche Garantie, Rücknahme, Gewährleistung o. ä. aus.
| Baureihenzulassung für Pistolen / Revolver |
| PTB-Nr.: |
100-69 |
| weitere Angaben: |
Vom Jahre 1970 |
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