Mit diesem Set möchte ich gezielt den Sammler und Liebhaber der schweizerischen Gewehrfamilie Schmidt-Rubin ansprechen. Denn ich biete hier ein nummerngleiches Infanteriegewehr „Schmidt-Rubin“ mit vielen Original-Zubehörteilen: Lederriemen, Mündungsschoner, Bajonett mit Leder-Koppelschuh, Leder-Patronentasche, 4 Laderahmen, Putzzeugset im Leinenbeutel. Trotz ihres Alters ist diese Waffe insgesamt in einem wirklich guten Erhaltungszustand und schießt sehr präzise, denn sie ist nur wenig beschossen.
Das Gewehr mit der Waffennummer 430032 ist mit Verschluss und Magazin nummerngleich, ihre Gesamtlänge beträgt 132 cm („langer Schweizer“). Die Waffe ist unverändert im Originalzustand, die Brünierung der Verschlussbrücke und den Beschlagteilen in gut erhaltenem Zustand. Sie hat einen deutschen Beschuss. Die Gewehre Modell 1911 zeichnen sich durch außergewöhnliche Genauigkeit aus und wurden mit ausgezeichneter Handwerkskunst zwischen 1913 und 1919 in der Eidgenössischen Waffenfabrik Bern gefertigt.
Sie können mir auch abweichende Preisvorschläge machen!
Lauf
70 cm lang, blank, Felder scharfkantig
Schiebevisier
mit V-Kimme zeigt eine Einteilung von 3 bis 20 und ist vor dem Patronenlager auf den Lauf gearbeitet, den Übergang zum Handschutz bildet ein halbmondförmier Beschlagring; Balkenkorn quer verschiebbar, mit Positionsmarkierung
Geradezugverschluss
läuft einwandfrei und ist blank poliert, Schlagbolzenfeder stramm, 6-Schuss Magazin herausnehmbar
Schaft
aus rotbraunem Nussbaumholz, Vorderschaft und Handschutz laufen 7 cm vor der Laufmündung aus; beidseits Griffrillen unterhalb des Patronenlagers; die Gebrauchsspuren des Schaftes erzählen die Geschichte dieses Gewehres.
Beschlag
Vorderschaft und Handschutz sind an der Mündung durch einen Oberring mit Scharnier gefasst, der an der Unterseite einen Zusammensetzdorn und die Befestigungswarze für das Bajonett aufweist; Mittelring mit Riemenöse an er Unterseite; den Magazinschacht umfasst eine Metallrahmung, die in den Schacht hineingreift und nach hinten in den Abzugsschutzbügel übergeht; Kolben mit Riemenöse an der Unterseite und Schaftkappe aus Eisen; alle Beschlagteile tragen das Schweizer Kreuz
Zubehör
- Original-Korn- und Mündungsschonerklammer aus brüniertem Eisen und Messinghülse
- verstellbarer Original-Lederriemen
- Bajonett M1899 für S-R M1911 und Karabiner K11, hergestellt in der Waffenfabrik Neuhausen, Schweiz, Ausgabenr. 426881; Drücker stramm, Klingenlänge 30 cm mit Schwelle an der Basis der Hohlkehle sichert in Verbindung mit einer Federklammer in der Metallscheide festen Sitz, Nussbaum-Holzgriffschalen, doppelt genietet, brünierte Metallscheide (noch ca. 50% Brünierung) mit Schweizer Kreuz auf der Kugelspitze, Original-Koppelschuh aus derbem Leder mit einer Prägung auf der Rückseite: in einem Rechteck Schweizer Kreuz, darunter „J“
- Patronentasche (Doppelkammer) aus festem Leder für insges. vier Ladestreifen, Laschen geschlitzt für Schnellverschluss-Niet, auf der Rückseite 3 Gürtelschlaufen und eine Befestigungsöse, Prägung: „C. Brönnimann Sattlerei Zürich 1“ sowie Rechteck mit Schweizer Kreuz und den Großbuchstaben OZD
- 4 Original-Ladestreifen aus gewachster Pappe, Rand mit Blechfassung
- Original-Putzzeugset im Leinenbeutel mit Gürtelschlaufe, bestehend aus: 2 teilgefüllten Dosen Original-Waffenfett mit Auftragslöffel am Schraubverschluss („Fabrique fédérale d’armes á Berne“), einem gewinkelten Reinigungsdorn für das Patronenlager, einer Reinigungsschnur mit Messinghülsen an den Enden, einem schmalen Spiegelstreifen zur Ausspiegelung des Laufes nach der Reinigung (dieses Teil ist so typisch für die schweizerische Präzisionsarbeit!)
Kurze Historie
„Schmidt-Rubin“ ist die Bezeichnung für ein Gewehrsystem der Schweizer Armee. Das Infanteriegewehr 1889 des Schweizer Konstrukteurs Rudolf Schmidt löste ab 1889 das Vetterli-Gewehr ab. Die dazugehörige Patrone 7,5x53,5mm GP90 und die weiterentwickelte 7,5x55mm Swiss (GP 11) entwickelte Eduard Rubin. So kam die Bezeichnung Schmidt-Rubin zustande.
Das hervorstechendste Merkmal dieses Gewehrtyps ist der Geradezugverschluss, der ähnlich dem System Mannlicher das Nachladen mit einer zwar kräftigen, aber schnellen Zug-Stoss-Bewegung ermöglicht. Die Tatsache, dass die Schweiz während beider Weltkriege neutral blieb, stellte sicher, dass sie im Durchschnitt in einem weitaus besseren Zustand sind als die Gewehre anderer europäischer Nationen aus diesem Jahrgang.
Die Schmidt-Rubin Repetiergewehre als persönliche Waffe der Schweizer Armee wurden ab 1959 durch das Sturmgewehr 57 abgelöst.
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