Der Drilling M30 wurde von der Wehrmacht Luftwaffe – jenseits des eigentlichen Rüstungsprozesses und ohne „Ausschreibung“ angeschafft. Dies geschah noch vor dem Zweiten Weltkrieg in einer Auflage von ungefähr 2500 Exemplaren
Die beschaffte Handfeuerwaffe sollte für AFRIKA oder ARKTIS Flüge zur Normbeladung gehören, man munkelt aber, dass der Reichsjägermeister bei einem Jagdausflug zugunsten seines Habitus den Auftrag platzierte.
Offizielle Verwendung: Bei Notlandung oder Absturz sollte der Drilling den Besatzungen von Flugzeugen, vor allem im Hinblick auf das Einsatzgebiet Nordafrika und Arktis, als Überlebensausrüstung zur Jagd auf Wild und zur Selbstverteidigung gegen Raubtiere (Löwen und Eisbären vor allem) dienen. Umgangssprachlich ist die Waffe als Luftwaffen-Drilling bezeichnet.
Die Beladung der Langstreckenflieger erfolgte zerlegt in einem Aluminiumkoffer, mit 20 Flintenlaufgeschossen 12/65, 25 Schrotpatronen 12/65 mit 3,5-mm-Schrot und 20 Schuss 9,3×74-mm-R-Jagdmunition. (Koffer nicht vorhanden, verkauft wird nur der Drilling).
Hergestellt wurde er bei J. P. Sauer & Sohn in Suhl, die Qualitätsstandards entsprechen der höchsten Güte für zivile Jagdwaffen der Vorkriegszeit.
Er ist ein klassischer hahnloser Jagddrilling mit Kipplaufverschluss.
Die Waffe hat zwei Abzüge:
-der hintere feuert den linken Flintenlauf
-der vordere den rechten Flintenlauf sowie den Kugellauf
Als Umschalter zwischen Flinten- und Kugellauf dient oben auf dem Griffrücken ein Schiebeschalter, der auch die Kimme aufklappt. Die Sicherung ist schwergängig bis aktuell nicht schaltend – mechanisch ist die restliche Waffe aber tadellos und funktioniert. Entweder geben wir die Sammlerwaffe nach Auktion zum BüMa (auf Kosten Käufer) oder er macht das selbst um die Sicherung wieder gangbar zu machen.
Waffe wurde vermutlich aufbereitet, Holz neu geölt. Jedoch ohne ersichtlichen Grund - keine Rostnarben oder Schaftschäden ersichtlich. Alles in allem ein wundervolles Belegstück - aber sicher nach BüMa Kontrolle eine hervorragende Jagdwaffe!
Kommissionsverkauf, wir übernehmen die komplette Abwicklung mit Ihnen, Sie überweisen aber Kaufpreis an Eigentümer und Versandkosten an uns, wird nach Auktion alles sauber erklärt. Waffe ist bei uns waffenrechtlich geführt und wird rechtskonform überlassen – unser Service ist in den Versandgebühren inkludiert, weshalb diese nicht verhandelbar sind – bitte gedanklich einpreisen vor der Auktion!
Fragen vorab klären, keine Nachverhandlungen, keine Abholung und kein Kombiversand. Ausland nur über deutschen Exporteur möglich, bitte vorab klären, danke!
Am 31.03.2025 um 10:01:37 Uhr fügte der Verkäufer folgende Ergänzung hinzu:
Ergänzende Antworten: Seriennummer 3371xx (letzte zwei Ziffern unter 60), Beschuss SUHL sowie Adler (1939-45) und N, danach Tschechischer Beschuss - über die CSSR ist er wohl nach DEU zurückgekommen, Läufe i.O, Schrotläufe sauber 1- und Kugellauf deutliches Zug/Feldprofil. Leichte Materialanstossung im Bereich vorderschaft am linken Schrotlauf.
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